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Entstehung

Das gemeinschaftliche Bildungswerk Unna ist eine staatlich anerkannte Einrichtung der Weiterbildung und wird seit 1982 vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
Träger des Bildungswerks ist die 1978 gegründete Freie Pädagogische Initiative e.V.
>>> www.fpi-unna.de

Engagierte Sonderpädagogen mieteten sich zu diesem Zeitpunkt ein Tagungshaus in Geseke  (nahe Paderborn) und führten dort ehrenamtlich Seminare, Workshops, Wochen- und Wochenendveranstaltungen für Behinderte durch. Aus diesen Aktivitäten entwickelte sich das BGW.

 

Partner

Unsere Bildungsangebote finden überwiegend in NRW statt,seit einigen Jahren hat sich der Radius allerdings bis Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin ausgeweitet und sind offen für Menschen aus anderen europäischen Ländern.
Das GBWkooperiert seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Einrichtugnen

  • Ruhrtalklinik Wickede  (Rehaklinik)
  • Frühförderstelle des Kreises Unna
  • Wohnen auf Zeit Unna (Kurzzeitunterbingung für Behinderte)
  • sowie anderen Bildungsträgern
  • Werkstatt Unna
  • Volkshochschulen
  • Initiative Jugendarbeitslosigkeit Lippstadt
  • Bildungswerk für Theater und Kultur Hamm
  • Universität Dortmund, Fachbereich Sonder- und Diplompädagogik
  • Ev. Fachhochschule Bochum.

Über unsere Arbeit sind mittlerweile einige Diplomarbeiten geschrieben worden.

 

„Fliegende Bauten“

Das GBW wird seit 1991 von Edgar Hedergott geleitet, der durch integrative Circusprojekte vor allem mit sonderpädagogischen Einrichtungen einen neuen Schwerpunkt in die Arbeit des GBW einbrachte.
Das hatte auch zur Folge, dass das GBW die festen Mauern der Weiterbildung verlassen hat und sich in die Unsicherheit „Fliegender Bauten“ (Circuszelt) begeben hat.
Durch Projekte mit dem „Medium Circus“ erschloss sich für das GBW ein neuer, innovativer Handlungs- und Gestaltungsrahmen, in dem neue Lern- und Präsentationsformen entwickelt, ausprobiert und durchgeführt wurden.

 

Rahmen

Den Rahmen für unsere Projekte stellt der Familiencircus Gerd Sperlich, der seit 2008 für seine eigene Projektarbeit an Schulen zertifiziert worden ist.
Auf dem Schulhof oder einem naheliegenden Bolzplatz wird ein Circuszelt errichtet, das als flexibler Arbeits-, Spiel-, Lern und Veranstaltungsort der Projekte genutzt wird.
Das Circuszelt dient darüber hinaus bei Bedarf vielfältiger Vernetzung auf unterschiedlichen Ebenen der kulturellen und pädagogischen Arbeit mit Kunstschaffenden, Artisten, Kunst und Schule, lokalen und regionalen Kulturträgern.

 

Möglichkeiten

Eine Projektwoche zum Thema Circus in Schulen und Einrichtungen für behinderte und nichtbehinderte Menschen bietet viele Möglichkeiten, z.B. Lehrer, Pädagogen, Eltern und Schüler zusammenzuführen.
Die Teilnehmenden erarbeiten in kurzer Zeit ein vollständiges Circusprogramm, das im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen dem Publikum präsentiert wird. Hier wird den Teilnehmenden ein völlig neues und ungewöhnliches Lernfeld aufgezeigt, das neue Möglichkeiten der Verbindung von sozialem, pädagogischem und künstlerischem Lernen und Arbeiten eröffnet.

Circus als erlebnispädagogische Methode kann ohne Rücksicht auf Herkunft, Bildung, Nationalität Menschen in ein soziales Lernfeld zusammenführen und ihnen helfen aus der Alltagsrolle heraus zu kommen und neue Verhaltensmuster zu erproben, die persönlichen Ausdrucksfähigkeiten zu erweitern, Körperlichkeit und Phantasie zu beleben.
Circus ist ein internationales Traumgebilde, in dem sich Menschen ihre Träume unmittelbar versuchen können zu erfüllen. Hier ist die Möglichkeit gegeben, Ganzheitlichkeit und Identität, Emotionalität und Sensibilität, Verantwortung und Vertrauen, Solidarität und Selbstbestimmung unmittelbar zu erleben. Dabei wird das Leistungsziel im vorgegebenen Rahmen selbst gesteckt, Grenzen erfahren und erweitert oder akzeptiert, Selbstwertgefühl und Vertrauen werden gestärkt.

 

Ziele

Ziele sind:

  • erfahrungs- und handlungsbezogenes Lernen ermöglichen (statt reproduzierendem, konsumorientierten Lernen)
  • ganzheitliche Förderung statt Bildung von Verstand, Gefühl und körperliche Fähigkeiten zu trennen
  • Möglichkeiten bieten zu aktivem Tun, forschenden, spielerischen, entdeckenden, fragenden, phantasievollen, problemlösenden, kooperativen und sozialen Lernen
  • authentische, d.h. echte, unverstellte, ursprüngliche Erfahren machen zu können
  • Ansätze von ganzheitlicher Förderung der Persönlichkeit durch Ansprechen des ganzen Menschen und seiner Persönlichkeit bieten
  • Steigerung des Selbstwertgefühls und Selbstvertrauens, insbesondere bei gesellschaftlichen Problemgruppen und Behinderten
  • Das Medium und Kulturgut Circus des Teilnehmenden näherzubringen, seine Möglichkeiten aufzuzeigen und Multiplikatoren anzuregen sich damit näher auseinander zu setzen und die neuen Erfahrungen weiter zu geben.
  • Den Teilnehmenden die Möglichkeit zu bieten, für ihre Fähigkeiten gesellschaftliche Anerkennung zu erhalten

 

Offenheit

Die Circusprojekte des GBW verstecken sich nicht im Elfenbeinturm, sie waren von Anfang an offen für Teilnehmer, Zuschauer, Presse, Radio und Fernsehen.

 

Aktualität durch „Rote Fäden“

Circusprojekte spiegeln auch die Zeit wider, in der sie stattfinden. So entstehen immer wieder neue „Rote Fäden“, die sich durch das jeweilige Circusprogramm ziehen:

  • „Der blaue Planet“ (Ökologie, Klimawandel, Bewahrung der Schöpfung)
  • „Freundschaft - Alleinsein“ (soziale Themen)
  • „Handy-Kontakte“ (aktuelle Jugendthemen)
  • „Der Zauberer von OZ“ (Phantasie, Märchen für Kleine)
  • „Suche nach... (Kinderbibelwochen)

Der Circus als Methode bietet so die Möglichkeit, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge erfahrbar zu machen.

 

Kooperationen

  • langjährige Zusammenarbeit mit europäischen Bildungsträgern im Rahmen des „Sokrates - Programms“ der EU mit der Zielsetzung der Verbesserung der Bildungssituation von beruflich Reisenden
  • Teilnehmer der Kunltusministerkonferenz bei Fragen zur Bildung und Ausbildung von beruflich Reisenden (Circus, Schausteller)
  • Zusammenarbeit mit der Schule für Circuskinder, der ersten mobilen Schule in Trägerschaft der Ev. Kirche im Rheinland

 

Highlights der Arbeit in den vergangen Jahren

  • 2002: Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel: „Kultur-Choque-Circus“, gestaltet mit Künstlern, Artisten, Pädagogen und Musikern
  • 2002: „Lindenvarieté“, Projekt in Zusammenarbeit mit der Werkstatt des Kreises Unna mit benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • 2004:  Projekt mit 25 Jugendlichen aus 25 EU-Staaten sowie Behinderten im Rahmen der Ruhrfestspiele in Recklinghausen
  • 2006: Frauencircus in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Hamm mit Frauen von 8 bis 79 Jahren
  • 2007: Projekt mit der Französische Schule Düsseldorf und 
  • 2008: mit der Französischen Schule Berlin mit 36 Nationalitäten aus französisch sprachigen Ländern
  • 2009: Projekt mit der Lebenshilfe Witten in Kooperation mit der Firma DRACO
  • 2009: „Konficamp“, Projekt mit 5 Kirchengemeinden im Münsterland und 150 Konfirmanden

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